Machen Sie Ihre Therapie zum Bestandteil Ihres Alltags

Integrieren Sie Ihren Therapieplan in Ihren Alltag

Ihre Therapie kann unterschiedlich aussehen – von einem topischen Präparat über eine Tablette bis hin zu einer Injektion. Jede bringt ihre besonderen Herausforderungen mit sich. Äußerliche Therapien sind die am häufigsten verschriebenen Behandlungen. Therapien in Form von Tabletten oder Injektionen (systemische und biologische) werden hingegen nur bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis eingesetzt.
Die verschiedenen Therapien können unterschiedliche Dosierungen erfordern. Äußerliche Präparate müssen in der Regel mindestens ein Mal täglich aufgetragen werden. Andere Therapien hingegen sind eventuell seltener anzuwenden.

Es ist wichtig, sich nicht von dem Gedanken entmutigen zu lassen, dass Sie Ihre Schuppenflechte jeden Tag behandeln müssen.



Tägliche Behandlungen

Um bestmögliche Behandlungsergebnisse zu erzielen, müssen Sie die Therapie exakt wie vom Arzt verordnet anwenden. Wenn Sie jedoch viele verschiedene Anforderungen miteinander vereinbaren müssen, mag es verlockend sein, hin und wieder eine Behandlung auszulassen. Oder es kann vorkommen, dass Sie einfach ab und zu eine versäumen.
Es ist wichtig, sich nicht von dem Gedanken entmutigen zu lassen, dass Sie Ihre Schuppenflechte jeden Tag behandeln müssen. Machen Sie Ihre Therapie zum Bestandteil Ihres Alltags - vielleicht in dem Sie sie mit einer festen Gewohnheit wie etwa Zähneputzen verbinden. Sie können das Medikament dann an demselben Ort aufbewahren, um die Anwendung nicht zu vergessen.
Legen Sie es dorthin, wo Sie es jeden Tag sehen. Dies kann neben Ihrem Bett, im Badezimmerschrank oder beim Tee und Kaffee in der Küche sein. Natürlich müssen Sie sicherstellen, dass Sie das Medikament für Kinder und Haustiere unzugänglich aufbewahren und nach Anweisung lagern.

Zeit für Ihre Therapie finden

Wenn Sie wenig Zeit haben, sollten Sie darüber nachdenken, eine Formulierung zu verwenden, die schneller in die Haut einzieht. Sie können auch ein paar Minuten früher aufstehen oder ein paar Minuten später ins Bett gehen. Wenn Sie gern jeden Tag detailliert planen, finden Sie es unter Umständen hilfreich, Ihre Behandlung als regelmäßigen Termin mit sich selbst festzusetzen.
Eine weitere Möglichkeit ist, zusätzliche freie Zeit zu schaffen, indem Sie einen Freund oder ein Familienmitglied bitten, eine Ihrer täglichen Aufgaben zu übernehmen Denn letztlich wird sich die Zeit, die Sie benötigen, um den Abwasch zu machen, kaum von der unterscheiden, die Sie brauchen, um Ihre Behandlung anzuwenden.
Sie finden möglicherweise eher Zeit für Ihre Behandlung, wenn Sie sie mit etwas kombinieren, was Sie gern tun. Hören Sie Ihre Lieblingsmusik, stellen Sie Ihren Lieblingsradiosender ein oder schauen Sie Ihre Lieblingsfernsehsendung.

Tägliche topische Therapien: eine Anleitung

Äußerliche Therapien können sich im Hinblick darauf, wie leicht sie sich auftragen lassen, wie fetthaltig sie sind und wie schnell sie in die Haut einziehen, stark unterscheiden. Die Auswahl der richtigen Formulierung kann Ihnen den Umgang mit Ihrer Behandlung erleichtern, insbesondere wenn Sie sie in Ihre Alltagsroutine einbauen. Zu den gängigsten Formulierungen gehören:
  • Salbe: eine häufig verwendete äußerliche Therapie. Aufgrund ihrer dickflüssigen und fetthaltigen Konsistenz lässt sie sich unter Umständen schlecht verteilen, und es dauert in der Regel eine gewisse Zeit, bis sie in die Haut eingezogen ist.
  • Gel: eine neuere topische Formulierung. Sie ist einfacher aufzutragen als eine Salbe und zieht schneller in die Haut ein. Wie eine Salbe ist es eine transparente Substanz, meist auf Wasser- oder Alkoholbasis. Für die Behandlung von Schuppenflechte gibt es jedoch Gele auf Ölbasis, die über dieselben feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften verfügen wie Salben.
  • Cremes: Dies sind in der Regel weiße Substanzen, die aus einem Öl-Wasser-Gemisch bestehen. Ihr Ölgehalt kann sehr unterschiedlich sein, und sie haben viele Eigenschaften mit den Gelen gemein.
  • Shampoo: eine Flüssigseife mit einem aktiven Wirkstoff zur Behandlung von Kopfhaut-Psoriasis. Normalerweise müssen Sie das Shampoo 15-30 Minuten wirken lassen, bevor Sie Ihre Haare spülen.

Umgang mit fetthaltigen Präparaten

Wenn Sie der Gedanke an die Flecken, die Ihre Behandlung verursachen könnte, abschreckt, könnten Sie darüber nachdenken, eine andere weniger fetthaltige Formulierung zu verwenden.
Wenn Sie viele Plaques behandeln müssen, können Sie ein altes Handtuch oder Bettlaken auslegen, um Ihre Bettwäsche vor Flecken zu schützen. Wenn Sie Kopfhaut-Psoriasis haben und Ihre Behandlung vor dem Zubettgehen auftragen, sollten Sie einen alten Kopfkissenbezug verwenden, um Ihre gute Bettwäsche zu schützen und einen erholsamen Schlaf zu finden.

Die Verantwortung für Ihren Behandlungszeitplan übernehmen

Einige Therapien mit weniger häufigen Dosierungen - wie etwa ein Mal wöchentlich - können es erschweren, sich genau daran zu erinnern, wann das Medikament angewendet werden muss. Hier können ein Kalender, eine elektronische Gedächtnisstütze oder ein Smartphone helfen, diese Therapien zu verfolgen und ggf. ein Alarmsignal oder eine Aufforderung geben.

Resultate aufzeichnen und verfolgen

Sie können Ihre Fortschritte verfolgen, um den Nutzen Ihrer Behandlung besser beurteilen zu können. Versuchen Sie, geringe Veränderungen des Aussehens und der Beschaffenheit der Haut zu dokumentieren, indem Sie ein Tagebuch über Ihre Symptome führen und Ihre Plaques in regelmäßigen Abständen fotografieren.
Dies wird Ihnen helfen, Verbesserungen festzustellen, die Sie ansonsten übersehen könnten. Diese sichtbaren Verbesserungen können Sie darin bestärken, Ihren Therapieplan einzuhalten.

Umgang mit Nebenwirkungen

Alle Therapien haben mögliche Nebenwirkungen. Es ist wichtig, mit Ihrem Arzt über diese Möglichkeiten zu sprechen, damit Sie wissen, was Sie erwartet und wann Sie reagieren müssen. Sie sollten stets Ihren Arzt konsultieren, wenn während der Therapie unerwartete Nebenwirkungen auftreten.

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